Dorfstraße

Die Dorfstraße in Tating verläuft in leicht gebogener Form. Auf jeder Straßenseite steht ein Haus unmittelbar am nächsten, nur hier und da ein schmaler Durchlass zum hinten liegenden Garten auf dem jeweils eigenen Grundstück. Die Anordnung der Häuser ist leicht versetzt, wobei ein schmales Fenster in die Straße zeigt und den Bewohnern ermöglicht, diese einzusehen. Es gab früher weder Radio noch Fernsehen und so wollte man wenigstens das Treiben auf der Straße beobachten können. Daher wurde Tating auch das neugierige Dorf genannt.

Fast alle Häuser haben Zwerchgiebel und sind, bis auf drei Gebäude, eingeschossig, manche haben ein Drempelgeschoss (Halbgeschoss). Im 18. und 19. Jh. zogen viele Handwerker und Altenteiler in den Dorfkern. Im Gegensatz zu heute war die Dorfstraße lebendig. Es gab eine Schmiede, Mühlen, Bäckereien, Hökerläden, ein Kaufhaus, vier Schulen, eine Meierei und mehrere Gaststätten. Jetzt sind viele Häuser umgewidmet und es ist teilweise ein starker Reparaturstau zu erkennen. Die Dorfstraße leidet unter dem Reiseverkehr auf der B 202, der in Richtung St.Peter-Ording rollt.