Kirche St. Martin Osterhever

Mit mehreren anderen Eiderstedter Kirchen feierte St. Martin 2013 das 900jährige Jubiläum. Sie gehört damit als spätromanisches Bauwerk zu den sog. Filialkirchen, welche die um Gardings Pastoratskirche herum liegenden Dorfgemeinschaften der Unabhängigkeit halber errichteten. Für Osterhever haben archäologische Grabungen seit der Zeit um 1000 besiedelte Warftansammlungen nachgewiesen.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der figurenreiche Schnitzaltar von 1520, der Grabstein Jakob Ulves um 1583, der die Frau in Eiderstedter Tracht zeigt, standesbewusst eingehakt mit dem Fahne tragenden Kriegsmann. Bemerkenswert die lange verschollene „Madonna auf der Mondsichel“, erst 2010 nach St. Martin heimgekehrt. Die Kirchwarft ist von einer Graft umgeben, das Pastoratsgebäude gilt für die drei Heverbundgemeinden. Das 1952 errichtete „Kriegerehrenmal“ verzeichnet die erschreckend große Zahl gefallener Männer, die die kleinen Gemeinden Augustenkoog und Osterhever in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verloren.

Dörpstraat – 25836 Osterhever – Geöffnet ab 9 Uhr