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Hafen von Tönning

Der Hafen von Tönning war bis in die 70er Jahre die Heimat einer der größten Krabbenkutterflotten. Ende des 16. Jh als Handelshafen ausgebaut, machte er Tönning zur wichtigsten Stadt Eiderstedts. Nur auf dem Wasserweg konnten Waren damals zügig transportiert werden. Eiderstedts Kleiwege waren oft Monate kaum passierbar. Ein weiterer Grund für den Bau des Hafens war eine Verbesserung der Infrastruktur für den Ferntransport, denn aus Eiderstedt wurden Waren exportiert, insbesondere Käse (z.B. 1610: 3 457 683 Pfund), der oft in die Niederlande ausgeführt wurde.

Die Erhöhung der Brennstoffpreise in der Ölkrise der 70er Jahre bei gleichzeitig zurückgehenden Krabben- und Fischbeständen und der Bau des Eidersperrwerkes (längere und schwierigere Wege zu den Fanggebieten) zwang die Fischer zur Aufgabe oder zur Verlegung der Kutter ans Sperrwerk. Heute wird der in seiner historischen Struktur gut erhaltene Hafen vor allem von Sport- und Freizeitbooten genutzt und ist von Restaurants gesäumt.