Aussichtstreppe

Hier sehen wir über das durch den Küstenschutz überformte Vorland mit den Beeten und Grüppen. Dichter Schafbesatz und kurzer Rasen kennzeichnen diese nur schlecht anwachsende Küste. Nahe von hier brach der Deich zuletzt 1962.

Hinten im Bild ist die heute mit dem Festland verbundene Insel Nordstrand zu sehen. Bis in die frühe Neuzeit war sie ein Teil einer viel größeren Insel Strand und westlich von ihr versank wohl einst das berühmte Rungholt. Sicherlich keine goldene Stadt wie es Sagen und Dichtung vermitteln, aber auch kein bedeutungsloser Ort, denn er genoss einst das Münzrecht.

An anderen, besser mit Sedimenten versorgten Stellen der Küste, zeigen die Deichvorländer seit der Gründung des Nationalparkes wieder naturnähere Strukturen und Vegetation.
Etwas weiter draußen sind die Einflüsse menschlichen Handelns bis heute gering und so wird das Wattenmeer, als die letzte große Wildnis Mitteleuropas, seit 2009 zum Weltnaturerbe gezählt.

Der Weg von Storms „Schimmelreiter“ mit dem Diskurs über Moderne und Tradition, Naturgewalt und Technik hin zur Achtung und zum Schutz dieses Naturraumes, beschreibt einen großen kulturellen Wandel.