Gedenksäulen auf dem Koldenbüttler Friedhof

Wer den Friedhof von der Nordpforte her betritt, entdeckt sofort zwei auffallend hohe Gedenksäulen, die beide an die kriegerischen Auseinandersetzungen 1848 – 1850 zwischen
Schleswig-Holstein und Dänemark erinnern.

1848 verleibte König Friedrich VII von Dänemark das Herzogtum Schleswig in das Königreich Dänemark ein. Diese Entscheidung verstieß gegen die im „Ripener Vertrag von 1460“ getroffene Regelung der Unteilbarkeit der beiden Herzogtümer und löste den Krieg zwischen Deutschen und Dänen aus. Einen Sieger gab es in diesem Krieg nicht. Die schleswig-holsteinische Frage wurde zunächst 1852 auf internationaler Ebene durch den „Londoner Vertrag“ geregelt.

1864 kam es erneut zwischen Deutschen und Dänen zum Krieg. Dänemark verlor den Krieg und musste im „Wiener Frieden“ 1864 auf beide Herzogtümer verzichten. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg kam es für Deutschland durch den „Versailler Friedensvertrag“ von 1920, nach einer Volksabstimmung, zur Teilung des Herzogtums Schleswig und zu einer neuen nördlichen Grenzziehung, die bis zum heutigen Tag besteht.

Friedhof St. Leonhard Kirche – Dorfstraße 14, 25840 Koldenbüttel