Staatshof mit Gartenpavillon

Der Staatshof, einst Wohnort des Chronisten Peter Sax, war ein großer Haubarg, für einen Staller als Landesverwalter standesgemäß. Er wurde 1841 abgerissen und durch ein Herrenhaus ersetzt, das beidseitig von zwei großen Scheunen um den Wirtschaftshof gesäumt ist. Seitliche Durchgänge ermöglichen den Zugang zum Hausgarten und Park. Eine Graft umschließt das Anliegen. Auf der Südseite des Parkes ist ein Sommerhaus, das sogenannte Teehaus, zu finden. Zur warmen Jahreszeit wurde hier der Nachmittagstee eingenommen, im Winter das Obst gelagert.

Der Dichter Theodor Storm (1817–1888) schrieb 1858 über den Staatshof die Novelle „Auf dem Staatshof“, die er als Ich-Erzählung verfasste: „Aber ich fürchte mich; ich habe gesehen, dass das hölzerne Haus auf dünnen Pfählen über dem Wasser steht; bis endlich doch die vorgehaltene Lockspeise und die bunten Schäferbilder, die drinnen auf die Wände gemalt sind, mich
bewegten hineinzutreten.”

Heute sind sie grün gestrichen. Auf der Nordseite liegt die Sommerküche, vermutlich erbaut 1870. Später verband ein Gang die Küche mit dem Haupthaus.

Ziegeleiweg – 25840 Koldenbüttel.
Privatbesitz, kein Zugang. Einsicht vom Zufahrtsweg